Kombatan Spring Camp in Brno am 11. und 12.04.26

Vom 11. bis 12. April nahmen drei Mitglieder der Jiu-Jitsu- und Karate-Schule Penzberg am Kombatan Spring Camp in Brno teil. Die Anreise erfolgte bereits am Vortag, wobei wir gegen 23:00 Uhr unsere Ferienwohnung erreichten und uns auf zwei intensive Trainingstage einstimmten.

Am Samstag startete das Training unter der Leitung von Grandmaster Randy Remolin, organisiert von Guro Dan Kroupa. Rund 40 Teilnehmer versammelten sich in der Trainingshalle, darunter auch bekannte Gesichter wie die Leipziger Gruppe der Modern Arnis – Mano Mano Organisation Deutschland (MAMD). Neben Tschechien und Deutschland waren auch Polen, Österreich, Ungarn und mit Grandmaster Remolin die Philippinen bzw. Italien vertreten.

Nach einem kurzen Aufwärmen stand als Erstes das Single Sinawali in verschiedenen Varianten im Mittelpunkt: offen, geschlossen, einhändig, beidhändig und im freien Wechsel. Darauf aufbauend wurden Anwendungen mit Espada y Daga erarbeitet. Ausgehend vom Sinawali integrierte Grandmaster Remolin verschiedene Elemente wie Hirada und Palis-Palis als Sinawali-Break, Serrada, Abanico sowie Hebel- und Festlegetechniken. Nach der Mittagspause wurde der Schwerpunkt auf die Messer- und Dolchhaltung gelegt, wobei insbesondere auf Kontrolle und Sicherheit im Umgang mit der Waffe geachtet wurde. Somit war der erste intensive Trainingstag geschafft und wir ließen den Abend in geselliger Runde im Restaurant ausklingen.

Am zweiten Trainingstag wurden die Inhalte weiter vertieft und systematisch erweitert. Nach weiteren Sinawali-Übungen wandten wir uns als Nächstes dem Palis-Palis zu, aus dem heraus verschiedene weiterführende Techniken entwickelt wurden: Doppelstock, zwei Stöcke gegen einen Stock, Einzelstock, Einzelstock gegen Dolch, Mano-Mano gegen Dolch. Hier wurde uns deutlich vor Augen geführt, wie vielfältig das Kombatan ist und wie sich die Techniken auf unterschiedliche Distanzen und Situationen übertragen lassen.

Im Zentrum des gesamten Lehrgangs stand eine klare Botschaft von Grandmaster Remolin: Ohne korrektes Timing verliert jede Technik ihre Wirkung. Außerdem betonte er die Bedeutung von ständiger Bewegung, Beinarbeit, Flow, Distanzgefühl und Kontrolle.

So endete ein intensives und lehrreiches Wochenende in motivierender Atmosphäre – und wir kehrten mit vielen neuen Impulsen und großer Motivation für das weitere Training nach Penzberg zurück.

Text       Simona Fois

Bilder    JJKSP